{"id":1473,"date":"2024-04-05T16:57:47","date_gmt":"2024-04-05T14:57:47","guid":{"rendered":"https:\/\/unimog404.de\/wordpress\/?page_id=1473"},"modified":"2025-05-06T02:19:03","modified_gmt":"2025-05-06T00:19:03","slug":"unimog-geschichte-ab-1950","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/unimog-geschichte-ab-1950\/","title":{"rendered":"Die Entwicklung von 1950 bis 1956"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2634\" aria-describedby=\"caption-attachment-2634\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2634 size-medium\" src=\"http:\/\/unimog404.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/CAA570B2-F6B8-4F41-B3F1-077CC5C0E36F-300x222.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"222\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2634\" class=\"wp-caption-text\"><small><small><b> Mercedes-Benz-Werk in Gaggenau, 2011 <\/b><br \/><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Here,_The_Unimog_Is_Built_-_panoramio.jpg\">Dg-505<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\">CC BY 3.0<\/a>, via Wikimedia Commons<\/small><\/small><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>1950 bis 1951 &#8211; Daimler-Benz steigt ein,\u00a0<\/strong><strong style=\"color: var(--global--color-primary); font-family: var(--global--font-secondary); font-size: var(--global--font-size-base);\">Umzug nach Gaggenau, der Unimog 2010:<br \/>\n<\/strong>Die W\u00e4hrungsreform 1948 sowie die Gr\u00fcndung\u00a0der Bundesrepublik 1949 liegen hinter uns. Der Morgenthau-Plan, also die urspr\u00fcnglich bereits ab vor dem endg\u00fcltigen Kriegsende seitens der Siegerm\u00e4chte geplante Umwandlung Deutschlands zum reinen Agrarstaat, die eventuell in Albert Friedrich erst die Grundidee f\u00fcr den \u201eneuartigen Ackerschlepper\u201c erweckte, wird nicht mehr verfolgt. Stattdessen werden mittels des Marshall-Plans der industrielle Wiederaufbau Deutschlands und seine Eingliederung in das westliche B\u00fcndnis von den Alliierten gef\u00f6rdert. Es tun sich \u00fcberall ganz neue M\u00f6glichkeiten auf. Das sp\u00e4ter ber\u00fchmt ber\u00fcchtigte Wirtschaftswunder nimmt so langsam an Fahrt auf. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hatte man seitens B\u00f6hringer, als Miteigner der Unimog-Entwicklungsgesellschaft, einen Abnehmer der Unimog-Produktion gesucht und in Form von Daimler-Benz auch gefunden.\u00a0Dabei war Motorradrennfahrer Ernst Jakob Henne behilflich, der mit Hilfe seines Verm\u00f6gens aus Siegespr\u00e4mien in M\u00fcnchen eine sehr erfolgreiche Daimler-Benz-Generalvertretung aufgebaut und unter anderem auch nennenswerte St\u00fcckzahlen der bei B\u00f6hringer gebauten Unimog in seiner Region verkauft hatte. Er schlug dem Vorstandsvorsitzenden von Daimler-Benz, Herrn Dr. Wilhelm Haspel, vor, die Unimog-Produktion in das ohnehin gerade \u201enotleidene\u201c LKW-Montagewerk Gaggennau zu holen. \u2026 So geschah es dann auch. Nach dem vertraglichen \u00dcbergang der Produktionsrechte f\u00fcr den Unimog von der Entwicklungsgesellschaft\u00a0an die Daimler-Benz AG am 27.10.1950 f\u00fcr damals sehr beachtliche 1 Million DM, inklusiver der Rechte von bis dahin insgesamt 6 angemeldeten (aber noch nicht gew\u00e4hrten) Patenten, zog die \u201eUnimog-Mannschaft\u201c ab Januar 1951 schrittweise von der Firma B\u00f6hringer in G\u00f6ppingen ins Daimler-Benz-Werk in Gaggenau, dem \u00e4ltesten Automobilwerk der Welt, in dem noch Kapazit\u00e4ten frei waren. Dort wurde dann nach einigen Verz\u00f6gerungen, bedingt durch die Umstellungen aufgrund des Umzuges, ab Juni 1951 der <em>Unimog 2010<\/em>\u00a0gebaut, der nur unwesentlich modifiziert dem vorherigen (B\u00f6hringer-)Unimog\u00a070.200 entsprach, der von Ende 1949 bis M\u00e4rz 1951 bei B\u00f6hringer in G\u00f6ppingen insgesamt 600 Mal gebaut wurde.\u00a0Diese ersten bei Daimler-Benz gebauten Fahrzeuge <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-794\" src=\"http:\/\/unimog404.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/5A009A45-8C05-4304-AE6A-C599DCECBCC2-e1711111752332.jpeg\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"144\" \/>hatten aber noch immer wie ihr Vorg\u00e4nger das Ochsenkopfsymbol in Rot als Unimog-Emblem und keinen Mercedes-Stern. Der Nasenring des Ochsen zusammen mit dem Kreis drumherum ist gleichzeitig ein Rad und die Grafik um die H\u00f6rner herum ist das \u201eU\u201c\u00a0aus Unimog. Das Emblem symbolisierte damit das Tier, welches durch den Unimog ersetzt wurde und zudem den Namen Unimog. 1005 Exemplare vom Unimog 2010 liefen noch 1951 in Gaggenau aus den Werkstoren. Die Monatsproduktion wurde also von durchschnittlich etwa 40 St\u00fcck bei B\u00f6hringer auf knapp 150 St\u00fcck im Daimler-Benz-Werk gesteigert. Die Zahl\u00a0<em>2010<\/em>\u00a0als Baureihen-Bezeichnung stammt \u00fcbrigens noch aus der Zeit der Unimog-Entwicklung bei Erhard &amp; S\u00f6hne, wo die Nummerierung aller Pl\u00e4ne und Werkzeuge des Unimog mit dieser Ziffernfolge begann. Bis zum Erscheinen seines Nachfolgers Unimog 401 im August 1953 wurden fast 6.000 Unimog 2010 gefertigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Einschub 1:<\/strong>\u00a0<strong id=\"h\">Widerspr\u00fcchliche historische Daten zur Unimog-Historie in unterschiedlichen Quellen<br \/>\n<\/strong><span style=\"color: var(--global--color-primary); font-family: var(--global--font-secondary); font-size: var(--global--font-size-base); background-color: var(--global--color-background);\">Wer sich \u00fcber unterschiedliche Darstellungen der Unimog-Geschichte wundert, dem sei gesagt, dass es sich dabei nicht um Fehler handelt, sondern dass man schlichtweg nicht ganz genau wei\u00df, wie alles ablief, weil es unterschiedliche Aussagen und Daten dar\u00fcber gibt. Man findet keine zwei gleichen Fassungen, wo man auch schaut. Die Unterschiede sind teilweise erheblich. Einige Quellen berichten davon, dass Albert Friedrich schon ab 1945 wieder bei Daimler unter Vertrag war und nicht etwa \u201efrei t\u00e4tig\u201c gewesen ist. Er soll f\u00fcr Daimler\u00a0in den R\u00e4umlichkeiten der Schokoladenfabrik Eszet, die sp\u00e4ter f\u00fcr die Brotaufstrich-Schokot\u00e4felchen bekannt wurde, t\u00e4tig gewesen sein.\u00a0Walter Benseler (1912\u20131994)\u00a0soll dort die ersten Zeichnungen vom Unimog gem\u00e4\u00df den Skizzen von Friedrich angefertigt haben. Auch soll der initiale Ansto\u00df zur Entwicklung eines neuen Ackerschleppers eventuell gar nicht von Friedrich stammen, kann man einigen Quellen entnehmen, sondern in Form des Entwurfs eines Wehrmachtstransporters noch w\u00e4hrend des Krieges bei Daimler geboren worden sein, unter der Leitung von Fritz Nallinger, der auch sp\u00e4ter noch unstrittig eine bedeutende Rolle beim Unimog hatte. Wieder andere Quellen berichten hingegen glaubw\u00fcrdig, dass Friedrich mit seiner Ackerschlepper-Idee bei Daimler und auch bei anderen Automobilherstellern wie etwa BMW auf wenig Gegenliebe stie\u00df \u2013 unmittelbar nach dem Krieg. Bereits im September 1945 soll Friedrich mit seiner Idee bei Daimler abgewiesen worden sein, wodurch es erst zur Zusammenarbeit mit Erhard &amp; S\u00f6hne kam. Daimler-Benz Vorstand Wilhelm Haspel soll etwas gesagt haben in der Art von: <em>\u201eWir sind eine anst\u00e4ndige Automobilfabrik und kein Traktorenwerk.\u201c <\/em>Die Zahlung seitens Daimler-Benz an die Entwicklungsgesellschaft zur \u00dcbernahme der Unimog-Produktion und der Patente soll gem\u00e4\u00df einiger Quellen auch nicht wie oben beschrieben 1 Million DM, sondern \u201enur\u201c 600.000 DM betragen haben. \u2026\u00a0Generell widersprechen die Angaben in den Archiven von Daimler-Benz in vielen Punkten denen in anderen Quellen. Die nachtr\u00e4glichen Aufzeichnungen unterschiedlicher damaliger Beteiligter, wie zum Beispiel Zabel (Namensgeber des Unimog, s.o.) und R\u00f6\u00dfler (Entwicklungschef, s.o.), sowie auch die zusammengetragenen Informationen von Chronisten wie Manfred Braun aus G\u00f6ppingen, sind nicht in allen Punkten mit den Archivdaten von Daimler in Einklang zu bringen und auch nicht untereinander. \u2026\u00a0<\/span><span style=\"color: var(--global--color-primary); font-family: var(--global--font-secondary); font-size: var(--global--font-size-base); background-color: var(--global--color-background);\">Die hier erz\u00e4hlte Version der Geschichte ist daher die weitgehend unstrittige Schnittmenge all dieser Quellen, insbesondere was die Produktionsst\u00e4tten der ersten Fahrzeuge bis hin zur Serienproduktion angeht, kombiniert mit den darauf basierend mir am plausibelsten erscheinenden Versionen der strittigen Abschnitte, insbesondere was die Anf\u00e4nge unmittelbar nach dem Krieg angeht. Sie kann aber nat\u00fcrlich keinerlei Anspruch auf Korrektheit erheben! Es ist ein spannendes St\u00fcck deutscher Industriegeschichte, welches da im v\u00f6llig zerst\u00f6rten Nachkriegsdeutschland seinen Anfang nahm und sich leider nicht mehr hundertprozentig genau nachzeichnen l\u00e4sst, zumindest nicht bei der derzeitigen Quellenlage<\/span>.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Einschub 2:<\/strong>\u00a0<strong>Auch die Daten der Patentierung werfen Fragen auf<\/strong><br \/>\nEinen in der einschl\u00e4gigen Literatur bisher noch unbehandelten Punkt finde ich pers\u00f6nlich zus\u00e4tzlich verwunderlich \u2013 eventuell \u00fcbersehe ich dabei aber auch nur etwas: Bereits im August 1948, auf der DLG-Messe in Frankfurt, wurde der Unimog ja offenbar ausgestellt. Das Patent (Nummer: <a href=\"https:\/\/patents.google.com\/patent\/DE950430C\/de?inventor=Dipl-Ing+Albert+Friedrich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DE950930<\/a>) zu seinem neuartigen Aufbau wurde aber erst im November des gleichen Jahres angemeldet (siehe <a href=\"https:\/\/unimog404.de\/geschichte-der-unimog-fahrzeuge\/#1\">erster Teil der Geschichte der Unimog<\/a>). Eigentlich d\u00fcrfen zu sch\u00fctzende Vorrichtungen vor der Patentanmeldung nicht ver\u00f6ffentlicht werden, sonst sind sie nicht mehr neu und somit auch nicht mehr schutzf\u00e4hig. Zwar gibt es diesbez\u00fcglich tats\u00e4chlich eine Ausnahme f\u00fcr Messen und Fachausstellungen, wenn die Anmeldung dann binnen 6 Monaten nachgeholt wird, was ja der Fall war, jedoch wird dann das sogenannte Priorit\u00e4tsdatum auf den Tag der ersten Ausstellung vordatiert. Dies ist beim ersten Unimog-Patent aber nicht der Fall. Dieses hat das Anmeldedatum (=Priorit\u00e4t) am 21. November 1948, also nicht das Datum der Messe-Ausstellung in Frankfurt. Eventuell stimmt also auch an dieser Stelle etwas noch nicht so ganz mit den historischen Abl\u00e4ufen und Daten. Zwar wird in der Literatur von einer Verplompung der Motorhaube des (beziehungsweise der, denn es waren ja zwei) auf der Messe ausgestellten Unimog berichtet, wesentliche Teile des im Patent gesch\u00fctzten Aufbaus sind damit aber dennoch sichtbar und somit, wie man im Patentwesen sagt, \u201e<em>neuheitssch\u00e4dlich vorweggenommen<\/em>\u201c, was einen Schutz mit einem sp\u00e4teren Priorit\u00e4tsdatum eigentlich ausschlie\u00dft. Die Verplombung diente mit hoher Wahrscheinlichkeit eher dem neuen Motor OM636, der wohl seinerseits noch nicht (komplett) zum Patent angemeldet war. \u2026 Die ganze Unimog-Geschichte ist und bleibt also ein spannendes Feld zur weiteren Erforschung, um die Abl\u00e4ufe wirklich im Detail nachzuvollziehen und zu verstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1953 &#8211; Erste Baureihen mit Mercedes-Stern &#8211; Unimog 401 und 402:<br \/>\n<\/strong>Im August 1953 kam der Unimog\u00a0401 als nur unerheblich ver\u00e4nderter Nachfolger des Unimog 2010 auf den Markt und 3 Monate sp\u00e4ter zudem der mit 400 mm l\u00e4ngerem Radstand versehene und ansonsten identische Unimog 402.\u00a0Beide hatten nun den Mercedes-Stern auf dem K\u00fchlergrill, aber auch noch das Unimog-Logo auf der Haube. Dieses wurde bei diesen beiden Baureihen erst ab 1956 durch die Mercedes-Plakette ersetzt. Erstmals gab es auch Varianten mit Ganzstahlfahrerhaus, welches von Westfalia und nicht bei Daimler gebaut wurde. In dieser geschlossenen Variante wurden der \u00a0Unimog 401 und 402 landl\u00e4ufig \u00fcbrigens auch\u00a0<em>Froschauge\u00a0<\/em>genannt, aufgrund des Erscheinungsbildes von vorne betrachtet, mit den etwas hervorstehenden Leuchten. Die mit diesen Baureihen eingef\u00fchrte Baureihenbezeichnung mit einer 3-stelligen, mit der Ziffer 4 beginnenden Zahl wurde bis zur Jahrtausendwende fortgef\u00fchrt. Siehe hierzu auch den \u00fcbern\u00e4chsten Abschnitt zur Erl\u00e4uterung der Typenbezeichnungen beziehungsweise der Modellnamen.<\/p>\n<p><strong id=\"404\">1953 &#8211; Entwicklung des Unimog 404, angeregt vom Milit\u00e4r:<br \/>\n<\/strong>Basierend auf einem Lastenheft der Franz\u00f6sischen Armee, deren Offiziere sich nach der Sichtung von Versuchs-Unimogs auf dem Testgel\u00e4nde <em>Sauberg<\/em> bei Gaggenau im Jahr 1952 einen breiteren, l\u00e4ngeren und schnelleren Unimog mit mehr Nutzlast w\u00fcnschten, wurde der Unimog 404 als \u201eSonderfahrzeug-Projekt\u201c mit der internen Nummer \u201eF2\u201c entwickelt. Es musste ein Fahrzeug mit Benzinmotor sein, denn Benzin war\u00a0damals NATO-Vorgabe. Es hat bessere Kaltstartf\u00e4higkeiten als Diesel, und nach dem Krieg auch eine bessere Verf\u00fcgbarkeit in gro\u00dfen Mengen. Zudem hatte die US-Army ausschlie\u00dflich Benziner und es sollte aus strategischen Gr\u00fcnden eine vereinheitlichte Kraftstoffversorgung\u00a0hergestellt werden. Erste Prototypen namens MU 80\/0\u00a0mit 2350 mm Radstand, die mit ihrem eckigen Fahrerhaus an einen vergr\u00f6\u00dferten Unimog 401 oder auch an einen US-Jeep erinnerten, wurden bereits im Fr\u00fchjahr 1953 versuchsweise mit Feuerwehraufbauten der Firma Metz aus Karlsruhe versehen. Die Fahrzeuge waren f\u00fcr die Feuerwehrausstellung in Essen gedacht. Die Feuerwehr war neben dem Milit\u00e4r ein weiterer ma\u00dfgeblicher Einflussfaktor bei der Entwicklung des Unimog 404. Im September 1953 wurde beim Landratsamt in Rastatt ein erster Prototyp f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr zugelassen. Zwei Prototypen gingen zu Testzwecken an die Franz\u00f6sische Armee. Weitere Exemplare erhielten die Schweizer Armee sowie die Britische Armee. Insgesamt gab es wohl zwischen etwa 20 und 30 Prototypen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2539\" aria-describedby=\"caption-attachment-2539\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2539 size-medium\" src=\"http:\/\/unimog404.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/8BF493E3-7ED8-4D00-8CFB-811311523118-300x213.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"213\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2539\" class=\"wp-caption-text\"><small><small><b>Unimog 404, Bundeswehr, Pritsche mit Plane<\/b><br \/><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Unimog_S_404_(Sp_2014-06-15).JPG\">Lothar Spurzem<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/de\/deed.en\">CC BY-SA 2.0 DE<\/a>, via Wikimedia Commons<\/small><\/small><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>1955 &#8211; Der<\/strong> <strong>Unimog 404 erscheint:<br \/>\n<\/strong>Der Unimog 404, der zu Anfang\u00a0<em>Unimog-S\u00a0<\/em>\u00a0genannt wurde und auch heute noch stellenweise\u00a0genannt wird,\u00a0was darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass seine Entwicklung zu einer Zeit begann, als die mit der Ziffer 4 beginnenden Baumusterzahlen noch nicht eingef\u00fchrt waren,\u00a0<span style=\"color: var(--global--color-primary); font-family: var(--global--font-secondary); font-size: var(--global--font-size-base); background-color: var(--global--color-background);\">wurde zun\u00e4chst von 1955 bis 1957 in einer Anfangsserie mit k\u00fcrzerem Radstand (2670mm) hergestellt. Ab 1956, also parallel dazu, begann aber auch bereits die Produktion der Hauptserie mit 2900 mm Radstand, die sich bis 1980 fortsetzte. Im Bereich \u201eTypenkunde&#8221; auf der Website Unimog404.de k\u00f6nnen Sie <a href=\"https:\/\/unimog404.de\/variantenvielfalt-beim-unimog-404\/#1b\">hier<\/a> nachlesen, wie die Serienfertigung des Unimog 404 im Detail begann. Das \u201e<em>S<\/em>\u201c\u00a0im urspr\u00fcnglichen Haupt- und heutigen Zweitnamen stand f\u00fcr \u201e<\/span><em style=\"color: var(--global--color-primary); font-family: var(--global--font-secondary); font-size: var(--global--font-size-base);\">Sonderfahrzeug<\/em><span style=\"color: var(--global--color-primary); font-family: var(--global--font-secondary); font-size: var(--global--font-size-base); background-color: var(--global--color-background);\">\u201c und nahm Bezug darauf, dass es sich im Gegensatz zu den Unimog davor nicht um ein Agrarfahrzeug handelte.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: var(--global--color-primary); font-family: var(--global--font-secondary); font-size: var(--global--font-size-base); background-color: var(--global--color-background);\"><strong>1956 &#8211; Der Unimog 411 l\u00f6st die Baureihen 401 und 402 ab:<\/strong><br \/>\nEbenfalls ab 1956 startete parallel zur Produktion der Anfangs- und der Hauptserie des Unimog 404 auch die Herstellung des Unimog 411, der die Baureihen Unimog 401 und Unimog 402 abl\u00f6ste und gegen\u00fcber diesen nur einige kleine \u00c4nderungen aufwies.<\/span><\/p>\n<p><strong>Die weitere Entwicklung danach:<br \/>\n<\/strong>Die Besonderheiten der Entwicklungsgeschichte des Unimog in den unmittelbaren Nachkriegswirren nahmen nun so langsam ihr Ende und wichen einer herk\u00f6mmlichen Weiterentwicklung der Fahrzeugfamilie bei Daimler-Benz. \u2026\u00a0Die nachfolgenden Baureihen bis 1976 \u2013 und auch nochmal die bereits bis hierhin erw\u00e4hnten Baureihen \u2013 werden im n\u00e4chsten Abschnitt der Einf\u00fchrung in chronologischer Reihenfolge mit ihren jeweils wichtigsten Daten und Eigenschaften in Kurzform beschrieben und verglichen. Zudem werden im letzten Abschnitt\u00a0der Einf\u00fchrung die wesentlichsten Daten aller jemals gebauten Unimog-Baureihen bis zum heutigen Tag in Tabellenform aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>N\u00c4CHSTER ABSCHNITT:<\/strong><br \/>\nHier geht es zu einer kleinen vergleichenden Beschreibung der<strong> <a href=\"http:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/die-naechstfolgenden-unimog-baureihen-nach-dem-404\/\">historischen Unimog-Baureihen mit Erscheinungszeitpunkt bis 1976<\/a><\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1950 bis 1951 &#8211; Daimler-Benz steigt ein,\u00a0Umzug nach Gaggenau, der Unimog 2010: Die W\u00e4hrungsreform 1948 sowie die Gr\u00fcndung\u00a0der Bundesrepublik 1949 liegen hinter uns. Der Morgenthau-Plan, also die urspr\u00fcnglich bereits ab vor dem endg\u00fcltigen Kriegsende seitens der Siegerm\u00e4chte geplante Umwandlung Deutschlands zum reinen Agrarstaat, die eventuell in Albert Friedrich erst die Grundidee f\u00fcr den \u201eneuartigen Ackerschlepper\u201c&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/unimog-geschichte-ab-1950\/\"><span class=\"screen-reader-text\">Die Entwicklung von 1950 bis 1956<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1473","page","type-page","status-publish","hentry","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1473"}],"collection":[{"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1473"}],"version-history":[{"count":101,"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3787,"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1473\/revisions\/3787"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/historische-unimog.de\/999\/ur-unimog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}